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Navigation Pressemitteilungen > Polizeipresse > Rheinland-Pfalz > Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz > Polizeibericht #2239274 BPOL-TR: Aus Edinburgh ins Rohrbacher Gefängnis - Bundespolizei nimmt 33-Jährigen am Hahn fest
 

LKA-RP: Nach 30 Jahren aus dem Landeskriminalamt verabschiedet


Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
2239274
Monday, 23.04.2012 11:00 Uhr
Polizeipresse Rheinland-Pfalz
Kriminalität
2733 *

Mainz (ots) - 31 Jahre lang im Dienst der Kriminalwissenschaft im
Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz. An diesem Montag wurde
Biologiedirektor Dr. Hartmut Klein in den Ruhestand verabschiedet. Er
pendelte täglich von Giessen aus nach Mainz.

Zahlreiche neue Untersuchungsmethoden in der Kriminalwissenschaft
und -technik etablierte und trieb er während seiner Dienstzeit voran.
Am wichtigsten war sicher die Einführung der DNA-Analyse, des
genetischen Fingerabdrucks, dessen Möglichkeiten er frühzeitig
erkannte und sehr engagiert förderte. Rheinland-Pfalz war eines der
ersten Bundesländer, das diese Methode einsetzte und das erste
Bundesland mit einer DNA-Datenbank. Mit Hilfe der DNA-Analyse konnten
in den zurückliegenden Jahren zahlreiche aufsehenerregende Straftaten
aufgeklärt werden.

So wird ihm die Klärung eines Mordfalles sicher besonders in
Erinnerung bleiben, der nur durch sein umsichtiges Handeln gelöst
wurde. Er entschied, eine Tatortspur 1991 zunächst einmal zur Seite
zu legen, bis zur Einführung der weiterentwickelten DNA-Analyse, der
PCR-Technik, mit der es möglich wurde, auch geringste Blutspuren zu
untersuchen. 1992 nahm er die Untersuchung der Spur wieder auf. Nach
der Ermordung des 34-jährigen Pförtners eines Automobilherstellers in
Idar-Oberstein hatte die Polizei zahlreiche Blutspuren am Tatort
gesichert, konnte die Tat aber nicht aufklären. Erst durch die
Auswertung der Spur mittels der zwischenzeitlich eingeführten
PCR-Methode konnte der Täter identifiziert werden.

Bei der Verabschiedung dankte LKA-Präsident Wolfgang Hertinger Dr.
Klein für seine mehr als 30-jährige Tätigkeit und überreichte die
Ruhestandsurkunde im Rahmen einer Feierstunde verbunden mit den
besten Wünschen für den neuen Lebensabschnitt.

Dr. Klein trat nach Abschluss seines Studiums der Biologie und der
Promotion 1981 in den Dienst des Landeskriminalamtes und übernahm
zunächst die Leitung des Dezernats für Biologie. Seit 1999 leitete er
die Abteilung für Kriminalwissenschaft und -technik, deren
vielfältige Untersuchungsmethoden für die Aufklärung und Verhütung
von Straftaten unverzichtbar sind.

Als Abteilungsleiter war ihm die Servicefunktion für die
Polizeidienststellen des Landes durch kontinuierliche
Weiterentwicklung der wissenschaftlichen und technischen
Untersuchungsmöglichkeiten verbunden mit der Gewinnung qualifizierten
Personals ein zentrales Anliegen. Auch den Aufbau eines
Qualitätsmanagementsystems und die Akkreditierung von
Untersuchungsbereichen hat er aktiv vorangetrieben.

Dank seines Engagements geniesst heute die Abteilung
Kriminalwissenschaft und -technik des LKA sowohl in der
rheinland-pfälzischen Polizei und Justiz als auch bundesweit hohes
Ansehen.


Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Pressestelle

Telefon: 06131-65-2379/-2053
Fax: 06131-65-2125
E-Mail: LKA.presse@polizei.rlp.de

 


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