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Pressemitteilung:
Bitcoin aus der Nische in den Mainstream?

Bitcoins (BTC) beherrschen die Nachrichtenwelt - weltweit ist die Digitalwährung auf dem Vormarsch. Zwar steigt die Akzeptanz für den BTC bei Läden und Onlinehändlern, Experten sind jedoch skeptisch, dass der Bitcoin wirklich massenkompatibel werden kann und eine gewisse Stabilität erreicht.

Die Akzeptanz wächst weltweit

Der Kurs für einen Bitcoin ist in exorbitante Höhen gestiegen. 14.000 Euro muss man derzeit für einen digitalen Taler aufbringen. Gleichzeitig wächst die Akzeptanz weltweit. Ursprünglich wurde der Bitcoin für das Bezahlen im Internet entwickelt, mittlerweile kann man teilweise aber auch jetzt schon offline mit BTC zahlen. In Japan ist der Bitcoin bereits offizielles Zahlungsmittel, eine norwegische Bank zeigt ihren Kunden auf Wunsch den Kontostand in BTC an. Japan ist noch vor den USA der bedeutendste Markt für den Bitcoin. Rein theoretisch kann man per Internet heute bereits alles mit Bitcoin bezahlen. Anbieter wie all4btc ermöglichen es mit Bitcoin Produkte oder Gutscheine zu kaufen, oder auch beispielsweise eine Debitkarte mit Bitcoin aufzuladen und diese dann für weitere Zahlungen zu nutzen. Allerdings fällt eine Provision von etwa 5% auf den jeweiligen Preis an.

Zu viele Nachteile für Konsumenten

Noch beinhaltet der Bitcoin trotz allem für den überwiegenden Teil der Konsumenten zu wenig Vorteile und zu viele Nachteile. Falsche Überweisungen sind beispielsweise nicht rückgängig zu machen. Der Wechselkurs ist extremen Schwankungen unterlegen und eine Deflation ist nicht auszuschliessen. Weiterhin ist es bei einem Verlust des Passworts oder der Wallet-Datei möglich, dass der Besitz nicht mehr nachgewiesen werden kann und somit die gesamten Bitcoins weg sind. Der einzig wirkliche Vorteil für Verbraucher ist die Anonymität beim Bezahlen mit BTC, was wiederum auch kriminelle Machenschaften begünstigt. Auch aus diesem Grund haben einige Länder den Handel und die Benutzung von Bitcoins verboten oder stark eingeschränkt, darunter beispielsweise Russland, China oder erst kürzlich Marokko.

Ob sich der Bitcoin daher tatsächlich als eine echte Alternative zum herkömmlichen Geldsystem entwickeln wird, kann nicht vorhergesagt werden, mögliche Regulierungen könnten diese Entwicklung begünstigen. Interessant kann BTC jedoch auch und vor allem aus Anlage-spezifischer Sicht sein.

Experten sehen den Bitcoin eher als Spekulationsobjekt

Dass die Zukunft des Zahlungsverkehrs bargeldlos aussehen könnte, ist kein neuer Gedanke. Schon jetzt werden mehr Zahlungen mit Kreditkarte getätigt als mit Bargeld. Dass der Bitcoin jedoch die Zukunft des Bezahlens ist, darf angezweifelt werden. 2013 sagte der damalige Bundesbankchef Jens Wiedmann über den Bitcoin, dass er als Zahlungsmittel ein absolutes Nischenprodukt sei. Experten sehen in Kryptowährungen auch heute noch keineswegs eine nachhaltige Alternative zu staatlichen Währungen. Das Grundproblem sei, dass die absolute Menge an Bitcoins begrenzt ist. Durch die steigende Nachfrage wird der Wert eines BTC immer grösser, was es nicht unbedingt attraktiv zum Bezahlen macht. Weiterhin wird oft der fehlende materielle Gegenwert kritisiert. Daher ist der Bitcoin für viele Experten eher ein reines Spekulationsobjekt.

 

Weiterführende Informationen unter https://www.nachgefragt.net/bitcoin/

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